Fasnacht

Geschichte

Die Geschichte der Basler Fasnacht verliert sich im Dunkel der Zeit. Dazu beigetragen hat das verheerende Erdbeben 1356, welches unsere Stadt und damit auch ihre Dokumente weitgehend zerstörte.
 
Als älteste Nachricht fasnächtlichen Treibens datiert die «böse Fasnacht» von 1376.
Am Tag vor Aschermittwoch fand auf dem Münsterplatz ein Turnier des Herzogs von Österreich statt, bei dem sich die Bürger von den Rittern provozieren liessen. Die Bürgerschaft griff zu den Waffen und vertrieb die Edelleute, von denen beim Tumult vier ums Leben kamen.
 In der Folge wurden zwölf Bürger enthauptet. Kaiser Karl IV. verhängte über die Stadt die Reichsacht (Ächtung) und entzog ihr damit den Schutz des römisch-deutschen Reiches. Ein folgenschwerer Tag.
 
Die Reformation schränkte das bis dahin von der katholischen Kirche tolerierte ausgelassene Treiben zwischen Weihnachten und Fastenzeit erheblich ein. Aber insbesondere im Zusammenhang mit militärischen Musterungen fanden fasnächtliche Umzüge statt, in denen die Zünfte und Gesellschaften noch bis ins 19. Jahrhundert eine Rolle spielten.
Zu dieser Zeit entwickelte sich die Fasnacht allmählich zu dem, was sie heute ist. Die Fackeln wichen aus Sicherheitsgründen den Laternen, Schnitzelbanksänger, Trommler und Piccolospieler wurden zum festen Bestandteil der Basler Fasnacht.